Die erste selbstständig spielende Schachmaschine wurde im Jahre 1890 durch einen Spanier entwickelt, welche verschiedene Endspiele durchführen konnte. Der erste “getürkte” Automat wurde jedoch bereits im 18. Jahrhundert von einem deutschen Tüftler dem Publikum vorgestellt. Allerdings war dies keine Maschine, sondern im Innern des Automaten saß ein recht klein gewachsener Spieler, welcher von unten die Züge durchführte. Einige der vielleicht besten Schachspieler setzten sich in diesen Automaten und bedienten diesen bis zum Jahre 1838, wo dann auch die Ära dieses Automaten Geschichte war.
Die ersten digitalen Schachcomputer
Das digitale Zeitalter machte auch vor den Schachcomputern nicht halt, und so kam 1950 auch der erste digitale Computer mit einem sehr guten Schachprogramm auf den Markt. In den darauf folgenden Jahren wurden an verschiedenen Universitäten immer bessere Großrechner entwickelt, welche bis zu 320.000 verschiedene Stellungen errechnen und so jeden Schachspieler schlagen konnten. Zeitweise wurden sogar Meisterschaften zwischen den einzelnen Großrechnern ausgetragen. Der aktuellste Schachcomputer ist der Großrechner “Hydra”, welcher eine Mischung ist aus Standard-Hardware und den FPGA-Karten.
Die Schachcomputer für zu Hause
Die ersten Schachcomputer für den Heimbereich kamen 1977 auf den Markt und waren der Beginn eines immensen Wettbewerbs zwischen den Herstellerfirmen. Musste man bei den ersten Geräten die Züge noch per Hand eingeben, so ist mittlerweile die Sensortechnik der normale Standard. Die heutigen Computer dieses königlichen Spiels werden über Magnetplättchen gesteuert, welche sich unter den Figuren befinden. Schachcomputer kaufen kann man in der heutigen Zeit in jedem guten Spielzeugmarkt oder in den Elektronikabteilungen der großen Kaufhäuser. Mittlerweile werden diese Geräte nur noch zu Übungszwecken für versierte Schachspieler verkauft, denn die mittlerweile den Markt überschwemmenden Schachprogramme für die PCs bewirken den gleichen Effekt wie die externen Geräte.